Sak Yant & Hah Taew Tattoo: Schmerz und Mystik

Das Rülpsen war gigantisch. Ehrlich gesagt hatte ich noch nie jemanden so laut und intensiv aufstoßen hören. Aber es war eben nicht der Laut eines Menschen, sondern ein übersinnliches Zeichen: der Tigergeist von Ang Sila war in sein irdisches Medium eingedrungen. Und konnte nun mit dem Stechen eines traditionellen Tattoos beginnen. Auf meinem Rücken. Hah Taew! Fünf Linien für die Ewigkeit.

Sogenannte „Thai-Tattoos“ haben längst die Welt der „Nadelstudios“ erobert. Nicht zuletzt der Rücken von Angelina Jolie machte Anfang dieses Jahrtausends die besonderen Formen dieser sogenannten „Sak Yant“ oder „Yantra“ Tattoos weltweit bekannt: die fünf Linien, übersetzt „Hah Taew“ etwa, oder großflächige Formen wie die „neun Spitzen“, Tierbilder, andere mystische Zeichen und Schriftverläufe. Was oft unter die Bezeichnung „thailändische Tattoos“ gefasst wird, sind in Wahrheit eher Tattoos, die traditionell in Thailand gestochen werden. Aber nicht nur dort. Denn diese besondere Tradition des Körperzeichnens ist ebenso in anderen Ländern Südostasiens – in Myanmar, Laos und Kambodscha – beheimatet.

Es werden daher auch keineswegs thailändische Schriftzeichen in die Haut gerammt, sondern es wird eine Mischform der Schrift und Symbolik der alten Khmer und der dem Sanskrit verwandten buddhistischen Pali-Schrift verwendet, die ihre Heimat im heutigen Indien hat, also aus der Region stammt, die der historische Buddha vor rund 2.500 Jahren bewohnt hat. Deshalb teilen sich Nordindien und Thailand – was vielen gar nicht bewusst ist – bis heute viele gemeinsame religiöse und kulturelle Grundlagen, Traditionen und Symbole.

Mit der Verbreitung des Buddhismus fanden auch diese beiden Schrift- und Ausdrucksformen Eingang in die südostasiatische Kultur. Insbesondere während der Herrschaft der Khmer, vom 11. bis zum 13. Jahrhundert, erlebte die „buddhistische Kunst“ eine Blütezeit. Sakralbauten, Bilder und religiöse Gegenstände orientierten sich dabei an eben jenen von Khmer- und Pali-Zeichen geprägten Formen, Muster und Schriften. Und wurden auch in der religiös motivierten „Hautkunst“ angewendet. Das, was heute in dieser Tradition auf Rücken, Armen oder sonstigen Körperteilen landet, ist somit ein veritabler Kulturmix der Regionen vom nordindisch-nepalesischen Grenzgebiet bis zum südwestlichen China, der ursprünglichen Heimat der Khmer.

In dieser Tradition agiert auch der rülpsende „Tigergeist von Chon Buri“, der mir mein Tattoo in seinem Zeremonienraum schmerzhaft zeichnete.  Bis heute gehört das Stechen dieser Tattoos nämlich eigentlich nicht in ein kommerzielles Studio, obwohl nicht wenige in und außerhalb Thailands dies anbieten.

Es geht um Mystik statt Mode. Und das sollten alle, die sich ein solches Tattoo stechen lassen wollen, wissen. So wird diese Tattoo-Kunst in einer Reihe von Tempeln durch Mönche gefertigt, die bisweilen bekannte und begehrte Tätowierer sind. Aber wie in Thailand üblich gehen auch beim Tätowieren buddhistische Überzeugung und animistischer Glaube Hand in Hand (siehe In der Grotte: Buddha, Tempel und Dämonen und Isaan: Verschlafene Hochzeit).

Jedes Dorf kennt einen örtlichen „heiligen Mann“, einen Schamanen, der – auch wenn er ein weltliches Leben führt – eine ebenso wichtige Rolle im Leben der Thais und bei ihren Zeremonien spielt wie die Mönche aus dem örtlichen Tempel. Der Buddhismus ist eben seit jeher eine vereinnahmende und keine verdrängende Religion und war immer schon in der Lage, ältere Glaubenskonzepte und Rituale seiner Ausbreitungsgebiete zu integrieren, statt sie zu bekämpfen, wie man es etwa von Christentum und Islam kennt. Freilich hört auch bei den Buddhisten oft diese Toleranz genau dort auf, wo der Glaube ein Vehikel von Machtfragen wird. Aber im Miteinander von Glaubens- und Geisterwelt innerhalb Thailands spielt dies keine Rolle.

Nicht jeder Dorfschamane ist auch Tätowierer, aber die tätowierenden Schamanen beschränken ihre übersinnliche Tätigkeit nicht auf das Stechen. Im Laufe meines Abends im Haus des Tigergeistes kamen viele vorbei, die kein Tattoo, sondern nur einen Rat, eine Weissagung oder eine zeremonielle Erleichterung für ihre Lebenssorgen suchten.

Sein irdisches Dasein verbringt der Tigergeist von Ang Sila übrigens als Ingenieur. In seinem typischen Thai-Townhaus in irgendeiner der meist ziemlich gleich aussehenden Reihenhaussiedlungen an der Peripherie der wuchernden Industriestadt Chon Buri lebt er mit Frau und Kind.  

Das Reihenhäuschen unterscheidet sich übrigens von außen durch die auffällige Figur und den Anbetungsplatz im Vorgarten – dort wo bei anderen Motobike, Grill oder der Müll steht. Unten im Haus wohnt der Ingenieur mit seiner kleinen Familie, aber wenn man die Treppe nach oben geht, betritt man das Reich des Tigergeistes, der sich den Ingenieur als sein Medium ausgesucht hat. Am Abend, nach getanem irdischem Tagwerk, zieht er sich dorthin zurück und empfängt die zahlreichen Besucher, die mit ihren Anliegen vorstellig werden. Es ist kein Schicksal, dass er sich selbst ausgesucht hat. Der Tigergeist hatte einst entschieden, die männlichen Erstgeborenen seiner Familie als sein Medium zu wählen. Natürlich nimmt der Ingenieur auch Geld entgegen – fürs Tätowieren, für Weissagungen und Ratschläge. Aber es ist mehr ein „Kostenbeitrag“ als eine Entlohnung, eine Spende für den Tigergeist, für die Bezahlung des Helfers und der Ausstattung, und um „Tamboon“, also „Gutes“ zu tun.

Als ich den Raum im oberen Stockwerk betrat und mich den Anweisungen des Helfers folgend mit meiner thailändischen Begleitung auf dem blankgeschliffenen Holzboden niederließ, konnte ich mich der Atmosphäre dieses Ortes nicht entziehen. Figuren aus der animistischen und buddhistischen Geisterwelt zieren den Raum auf den Emporen eines prächtigen Regales bis zur Decke. Die Buddhas stehen ganz oben in der Reihe. Das beruhigte mich ein wenig, da ich von diesem Setting keineswegs unbeeindruckt war. Gegenüber meiner Hockposition befand sich der „Thron“ des Tigergeistes. Noch saß dort der Ingenieur und stellte meinen Thai-Freunden Fragen: Warum wollte der Farang ein solches Tattoo? In welchem Verhältnis stehe man zu ihm? Ist er sich der mystischen Tragweite seiner Entscheidung bewusst?

Ich wollte ein Tattoo in der Tradition des Sak Yant. Und zwar nicht irgendeines, sondern die sakralen fünf Linien („Hah Taew“) sollten es sein. Als Zeichen meiner persönlichen Verbundenheit mit Thailand und zu meiner Frau, die sich das gleiche Symbol zwei Jahre zuvor tätowieren ließ – beim selben Tigergeist. Die fünf Linien sollten mein drittes Rückentattoo werden. Auch die beiden vorherigen – ohne Khmer- oder Thai-Symbolik – waren einst wohlüberlegt aus Anlass besonderer Lebenssituationen – allerdings konventionell in Tattoo-Studios, einmal in Amsterdam, einmal Berlin – gestochen worden.

Eigentlich hatte ich das Zeichnen der „Fünf Linien“ schon für einen vorherigen Thailand-Trip geplant, aber bei dem Aufenthalt hatte ich ständig irgendein Wehwehchen, musste zwischendurch wegen verschiedener Erkältungssymptome Medikamente nehmen und fühlte mich einfach nicht fit. Die Geister waren offenbar noch nicht bereit, meinen Schutz zu übernehmen. Das war diesmal anders.

Nach dem Vorgespräch ging dann plötzlich alles ganz schnell: Der Ingenieur beendete seine Nachfragen, wurde ganz ruhig und in sich gekehrt. Bis eben zu jenem gigantischen Rülpser. Flugs warf der Helfer ihm dann einen Umhang im Stil eines Tigerfells um, setze ihm eine Tigermaske auf dem Kopf zurecht und bugsierte mich rücklings vor den Tigerthron. Und dann spürte ich sie schon: die Metallspitze durchstach meine Haut. Das Ziehen der Linien hatte begonnen. In Trance führte der Tigergeist dem Ingenieur Hand und Spitze. Aus welchen Schriftzeichen die Linien bestehen, entscheidet sich in diesem Moment, wenn der Geist die individuellen Schutzformeln formuliert.  

Der Autor während seiner „Thai-Tattoo“-Erfahrung in Chon Buri.

Die fünf Linien werden in rund zehn Minuten gezogen. Für mich waren die Linien und Minuten jedoch eine Ewigkeitserfahrung, denn das Tätowieren mit dem Eisenstab ist unglaublich schmerzvoll. Eine Maschine ist zwar auf Dauer auch schmerzhaft-nervig, aber der einzelne Stich ist als solcher dennoch aushaltbar – zumindest am Rücken und wenn er nicht gerade auf die Haut über den Knochen der Wirbelsäule gesetzt wird. Beim Tätowieren mit dem händisch aufgesetzten Metallstab ist jede Berührung eine kleine Hölle für sich, egal an welcher Stelle. Der Helfer ließ mich daher keine Sekunde lang aus den Augen. Zum einen achtete er darauf, dass der Delinquent sich aufgrund der Schmerzen nicht allzu stark bewegte, zum anderen wollte er dem Tigergeist sicher keinen kollabierenden Farang zumuten.  Ich hielt durch, jedoch waren es wirklich krasse zehn Minuten. Aber so intensiv der Schmerz beim Stechen war, so schnell ist er danach wieder vorbei. Im Gegensatz zum maschinengestochenen Tattoo.  Noch leicht benommen, mit nacktem Oberkörper, aber nur mit einem Ziehen, das sich ähnlich wie ein Sonnenbrand anfühlte, erhielt ich die abschließenden Segnungen des Tigergeistes. Meine thailändischen Begleiter hinterließen eine großzügige Spende und wir waren mit vollem Schutz der Geisterwelt in die schwüle Nacht entlassen.

Wohlgemerkt geht es bei dieser Form des Tattoos nicht nur um die Zeichnung selbst. Auch das Anbringen ist ein „heiliger Akt“, der nicht einfach so in einem herkömmlichen Studio absolviert werden kann. Und: das Tattoo muss gepflegt werden. Nicht mit Hautcreme oder Sonnenschutz, sondern mit regelmäßigen Segenszeremonien, die seine Wirkung nicht nur aufladen, sondern den Träger auch davor bewahren sollen, dass die magischen Kräfte ins Gegenteil umschlagen und Unglück bringen.

Die meisten Thailänder glauben tatsächlich, dass diejenigen, die kein tugendhaftes Leben führen, durch die Tattoos auch negative Schicksalswendungen erleiden können. Das Tattoo ist eine Verpflichtung zum ethisch guten Leben. Und manche Thais haben davor so viel Respekt, dass sie sich niemals eines stechen lassen würden und auch Tattoos von Verwandten und Freunden misstrauisch begutachten. Insbesondere Tiersymbolen wird eine besondere Sprengkraft für das Leben des Trägers unterstellt – positiv wie negativ. Die bei manchen Bardamen in Bangkok, Pattaya oder Phuket stets stolz gezeigten großflächigen Tattoos in bunter Fischsymbolik sind übrigens nicht Bestandteil der südostasiatischen Tattoo-Sprache, sondern kommen – wie so viele neuzeitliche Moden in Thailand – aus der japanischen Tradition.

Apropos tätowierte Frauen: Ursprünglich war das Tragen der Tattoos den Mönchen und Kriegern vorbehalten, denen also, die ihr Leben Mystik und Macht verschrieben hatten. Und über lange Zeit durften die Tattoos dieser Traditionslinie – im Gegensatz zur Praxis in anderen Weltgegenden, etwa in Polynesien – nur von Männern getragen werden.

Selbstverständlich arbeiten viele der Medien und Mönche nicht unter den gleichen Hygiene-Vorschriften wie ein Tattoo-Studio, erst recht nicht wie eines in der EU. Und selbstverständlich herrschen de facto auch in einem Tempel oder im privaten Zeremonienraum eines Mediums nicht die gleichen Hygiene-Bedingungen wie in einem gut geführten Tattoo-Studio irgendwo auf der Welt. Natürlich wird der Eisenstab nicht mehrfach ungesäubert und undesinfiziert eingesetzt. Trotzdem muss man sich über das Risiko einer solchen Prozedur zumindest im Klaren sein. Es ist so ähnlich wie mit den Garküchen am thailändischen Straßenrand: Da ich die Thais als sehr, sehr reinliche Menschen kennengelernt habe, weiß ich, dass sie nie aus mangelnder Obacht meine Gesundheit gefährden würden. Und ich weiß, dass man unterscheiden muss zwischen dem optischen Zustand alter Pfannen, Teller oder Löffel und der Sauberkeit derselben. Trotzdem: an der Garküche und beim Stechen eines Bambus-Tattoo bleibt immer ein Restrisiko, dessen man sich bewusst sein muss. Und eine zuständige Verbraucherzentrale oder einen Gerichtsstand für nachträgliche Beschwerden, Regressforderungen oder sonstige juristische Maßnahmen gibt es selbstredend natürlich auch nicht. Streng genommen ist ja das Stechen auch keine justiziable Dienstleistung, für die ein Preis angesetzt und gezahlt wird, sondern eben eine Zeremonie, für die man sich nachher mit einer Spende bedankt. Auf eigenes Risiko.

Das gilt auch für die verwendeten Farben. Während in Europa inzwischen strenge Grenzwerte und Vorgaben für die Inhaltsstoffe der Tätowierfarben sowie Auflagen und Regeln für deren Vertrieb gemacht werden, kennt Thailand solche Regeln für seine Tattoo-Studios nicht und hätte zudem auch nicht die staatliche Infrastruktur, um deren Einhaltung zu kontrollieren. Und das gilt erst recht für das traditionelle Stechen außerhalb von Studios. Hier wird die Farbe endgültig zur Blackbox – im wahrsten Sinne des Wortes. Vielfach werden etwa in Thailand Farben eingesetzt, die aus China importiert werden und keinerlei Regulierung unterliegen, dafür aber alle möglichen und unmöglichen Inhaltsstoffe enthalten. Die Mönche und Zeremonienmeister mischen ihrer Tinte zudem noch aus religiösen Gründen Bestandteile bei, die einem deutschen Produktkontrolleur ganz sicher die Haare zu Berge stehen lassen würden. Eine etwaige Frage nach der „Zusatzstoffliste“ wird beim Tätowieren sicherlich genauso verständnislos unbeantwortet bleiben wie an der Garküche. Auch hier gilt: auf eigenes Risiko!

Wer übrigens auf die Idee kommt, bei traditionellen Tattoo-Meistern in Tempeln oder Zeremonie-Hinterzimmern nach einem Tattoo zu fragen, dass den Buddha selbst zeigt, wird mindestens Verständnislosigkeit, eher aber schroffe Ablehnung erfahren. Denn der Buddha ist bekanntlich in Thailand (wie in anderen buddhistischen Ländern) die höchste erreichbare Stufe der Existenz, der beste Lehrer, der größte Schutz, die universelle Zuflucht. Da die Thais noch obrigkeitsorientierter sind als andere Völker Asiens und ihr König zudem einen Buddha-ähnlichen Status hat, ist die schlimmste Tattoo-Verfehlung, die man in Thailand begehen kann, sich ein Buddha-Gesicht oder eine Buddha-Figur tätowieren zu lassen. Manche Thailand-„Fans“ tun das ja, um dadurch ihre besondere Affinität zu Thailand und den asiatischen Glaubenswelten auch auf ihrer Körperhaut zu transportieren. Und demonstrieren damit in Wahrheit das exakte Gegenteil: nämlich völlige Unkenntnis, Respektlosigkeit und eine Verballhornung von Symbolen, die der weit überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung ihres Gastlandes hochheilig sind. Einen Buddha sollte man sich daher – wenn es denn unbedingt sein muss – erst dann tätowieren lassen, wenn man ganz sicher ist, nie wieder nach Thailand reisen zu wollen. Die Verwendung von Buddhas als Wohnaccessoires in mitteleuropäischen Möbelhäusern ist für viele Thais im Exil schon am Rande der Erträglichkeit. Ein tätowierter Buddha noch viel mehr – fast egal an welche Stelle er getackert wurde. Und ein traditioneller Tätowierer, der die Thai-Symbole in die Haut schlägt, würde niemals ein Buddha-Antlitz tätowieren.

Manche Thais, die nicht auf den Schutz der Geisterwelt verzichten, aber ihre Tattoos auch nicht allzu offen zur Schau stellen wollen, lassen sich statt mit Tinte mit einer Mischung auf Basis von Sesamöl tätowieren. Die mystische Wirkung ist trotz der optischen Reduktion dieselbe. Man erkennt aber die leicht rötlichen, bisweilen sogar gänzlich farblosen Haut-Unebenheiten nur bei genauem Hinsehen. Regeln und Symbolik sind jedoch identisch.

Die internationale Verbreitung der Tinten-Tattoos aus Südostasien ist jedoch weitaus größer. Ob Europäer, ethnische Chinesen aus Singapur oder Männer und Frauen aus Nordamerika oder Australien: Für viele gehört ein „Thai“-Tattoo inzwischen dazu. Ob sie die Wirkungen der Tattoos registrieren? Egal ob Mystik oder Psychologie: Eine Körperzeichnung, die in einer besonderen Zeremonie, durch einen „heiligen Mann“ und auf einer Glaubensüberzeugung beruhend gefertigt wurde, lässt ihren Träger nicht unverändert. Davon bin ich – auch nach meinen eigenen Erfahrungen und denen meiner Frau – fest überzeugt. Man begibt sich, wie einst Alexandra David-Néel formulierte „in den Bann der Mysterien“, zumindest aber der eigenen Psyche. Thailand kann eben unter die Haut gehen. So oder so.

Links zum Thema:

https://www.sueddeutsche.de/stil/tattoo-ritual-in-thailand-spirituelles-stechen-1.3422979

https://www.spiegel.de/reise/fernweh/tattoo-tempel-in-thailand-der-heilige-stich-a-813024.html

https://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/touristen-in-thailand-mit-unsinnigen-tattoos-verhoehnt/story/23164595?fbclid=IwAR0Uqh8vweU_xKHlZ-WbKSoOF_xCIGpjaInl1X2AODF61M8pZ0huu-0fE2Q

0 Gedanken zu “Sak Yant & Hah Taew Tattoo: Schmerz und Mystik

    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar. Dieser gibt mir die Gelegenheit, auf die Subline des Blogs kurz einzugehen: Denn Ihrer These, dass mit „Land des Lächelns“ doch eigentlich China gemeint sei, kann ich so pauschal nicht zustimmmen. Tatsächlich ist im deutschen Sprachraum die Begrifflichkeit „Land des Lächelns“ durch die gleichnamige Operette von Franz Lehàr (aus 1929) populär geworden. Und da geht es tatsächlich um eine österreichische Grafentochter, die sich in einen chinesischen Prinzen verliebt.
      Im englischen Sprachraum wird das „Land of smile(s)“ (siehe den gleichnamigen, in Thailand spielenden Kinofilm aus 2016) dagegen seit Beginn der touristischen Erschließung Thailands Ende der 1960er Jahre eher mit Thailand verbunden, siehe auch hier: https://theculturetrip.com/asia/thailand/articles/how-thailand-got-its-nickname-land-of-smiles/
      Und um die Range komplett zu machen: Es gibt nicht wenige Japan-Fans (siehe u.a. https://www.abb-conversations.com/DACH/2019/04/japan-das-land-des-lachelns/ ), die Nippon als „Land des Lächelns“ bezeichnen. Und die Kambodschaner haben ihre erste Tourismus-Akquise-Kampagne 2006 mit dem Titel: “Lächeln der Khmer” gestartet. Auch Thailand bzw. Thai Airways haben die Wortmarke immer wieder zu Werbezwecken eingesetzt. Thai Airways ging sogar soweit, eine Teilmarke ihrer Flotte bzw. des Konzerns mit „Thai Smile Airways“ zu benamen.
      China trägt übrigens zumeist den von den Chinesen selbst geprägten Beinamen „Reich der Mitte“, der nach meinen Erfahrungen der Sichtweise und den Ansprüchen der Chinesen deutlich eher gerecht wird.
      Fazit: Es gibt mehrere asiatische Länder, die den Titel „LoS“ beanspruchen bzw. denen dieser Titel zugeordnet wird. Daher halte ich es für zulässig, meinen Blog, der sich mit Thailand beschäftigt, mit diesem Untertitel zu versehen, ohne damit anderen vorschreiben zu wollen, was diese mit der Bezeichnung „Land des Lächelns“ verbinden.
      P.S.: Hier noch eine letzte Lese-Empfehlung zum Thema: http://www.gate-tourismus.de/wp-content/uploads/2014/07/itbvortrag00_kortlaender.pdf

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